Mann in nachdenklicher Haltung
DAS NICE-GUY-SYNDROM · AUFKLÄRUNG FÜR MÄNNER

Du bist zu lieb, brav und nett...
und bekommst nicht zurück,
was du willst.

Der Nice Guy ist kein Charakterzug. Er ist eine Überlebensstrategie aus der Kindheit, die im Erwachsenenleben zur Falle wird — in der Beziehung, im Bett, im Selbstbild. Diese Seite zeigt dir, woher sie kommt, wie sie wirkt, und wie du sie hinter dir lässt.

SCROLL
Was ist das eigentlich

Nicht nett. Sondern auf Zustimmung angewiesen.

Der Begriff wurde durch den Therapeuten Dr. Robert Glover geprägt ("No More Mr. Nice Guy", 2003). Er beschreibt keine offizielle Diagnose, sondern ein wiederkehrendes Verhaltensmuster bei Männern, die glauben: Wenn ich gut genug bin, werde ich geliebt.

Wenn ich meine Fehler verstecke und werde, was andere von mir erwarten — dann werde ich geliebt, bekomme, was ich brauche, und mein Leben verläuft ohne Probleme."
— das unbewusste Grundprogramm des Nice Guy
01

Er vermeidet Konflikt um jeden Preis — Streit fühlt sich lebensgefährlich an, nicht unangenehm.

02

Er versteckt, was er wirklich will — aus Angst, dafür abgelehnt zu werden.

03

Er gibt, um zu bekommen — Freundlichkeit wird zur Währung, nicht zum Ausdruck von Fülle.

04

Er ist nicht wirklich nett — unter der Oberfläche: Groll, Passiv-Aggressivität, gelegentliche Wutausbrüche.

Selbsttest

Bist du betroffen? Zehn Fragen, ehrlich beantwortet.

Kein klinischer Test, keine Diagnose — nur ein ehrlicher Spiegel. Beantworte jede Frage so, wie es tatsächlich ist, nicht wie es sein sollte.

01Ich sage „ja", obwohl ich eigentlich „nein" meine.
02Ich vermeide Streit, selbst wenn mir etwas wirklich wichtig ist.
03Ich habe Angst, verlassen zu werden, wenn ich zu viel von mir zeige.
04Ich gebe, in der stillen Erwartung, dass ich dafür etwas zurückbekomme.
05Ich fühle mich schuldig, wenn ich an mich selbst denke statt an andere.
06Meine Stimmung hängt stark davon ab, wie andere auf mich reagieren.
07Ich habe Mühe, eigene Bedürfnisse klar auszusprechen.
08Ich versuche, es allen recht zu machen.
09Wenn ich abgelehnt werde, ziehe ich mich zurück, statt im Kontakt zu bleiben.
10Ich verstecke Teile von mir, aus Angst, dafür nicht akzeptiert zu werden.
10 von 10 Fragen offen
Über mich

Ich begleite Männer, die genug haben vom Kleinmachen.

Tobias Illig
Männermentor und Paarberater. Gründer der Männercommunity „Männerherz".

Ich bin selbst durch Trennung, berufliche Krisen und lange Phasen der Selbstzweifel gegangen. Ich kenne das Nice-Guy-Muster nicht aus der Theorie, sondern aus eigener Erfahrung — und aus dem, was es kostet, es nicht rechtzeitig zu erkennen.

Anfang 50, geschieden, heute in einer neuen Partnerschaft, Vater von fünf Kindern. Ich lebe und arbeite in Wiesbaden.

In der Beratung komme ich direkt zur Sache. Die meisten Männer, mit denen ich arbeite, wollen keinen jahrelangen, hochintellektuellen Therapieprozess — sie wollen verstehen, worum es geht, und dann etwas tun. Deshalb arbeite ich handlungsorientiert: mit systemischen Methoden, NLP, Familienaufstellung, Biographiearbeit und körper- und achtsamkeitsbasierten Ansätzen sowie weiteren ausgewählten Methoden aus anerkannten Therapierichtungen — kombiniert zu einem Prozess, der wirkt statt nur zu erklären.

Ich arbeite ausschließlich remote — über Zoom-Calls, WhatsApp-Begleitung und andere Messenger. Egal, wo du bist.

Einzelcoaching
Wöchentliche Sitzungen, WhatsApp-Begleitung über 3 Monate
Paarberatung
14-tägige Treffen, WhatsApp-Begleitung über 4 Monate
Community
Monatliche Calls via Zoom
Ursprung & Ursachen

Das Muster ist alt. Älter als jede Beziehung, in der es auftaucht.

Niemand wird als Nice Guy geboren. Das Muster entsteht früh — meist bevor ein Kind Worte dafür hat — aus der Botschaft: So wie du bist, bist du nicht sicher, nicht genug, nicht willkommen.

SOGENANNTE „VATERWUNDE"

Prägung durch den Vater

Entsteht, wenn der Vater als Schutzgeber, Orientierungsfigur und Bestätiger emotional oder körperlich nicht verfügbar war — durch Abwesenheit, Kritik oder unberechenbares Verhalten. Es muss kein dramatischer Vater sein. Auch ständige Distanz oder reine Leistungsanerkennung reicht.

  • Vater körperlich da, aber emotional nicht erreichbar
  • Zuneigung war an Leistung gekoppelt
  • Kein männliches Vorbild für gesunde Autorität
  • Verlustangst: Trennung oder Rückzug des Vaters wird zur bleibenden Angst, wieder verlassen zu werden
SOGENANNTE „MUTTERWUNDE"

Prägung durch die Mutter

Entsteht, wenn die frühe emotionale Symbiose mit der Mutter nicht in gesunde Nähe überging — durch Überbehütung, Kontrolle, Rollenumkehr oder emotionale Kälte. Der Junge lernt: Meine Bedürfnisse sind zweitrangig.

  • Der Sohn musste emotional für die Mutter sorgen (Parentifizierung)
  • Grenzüberschreitung ohne Widerspruchsmöglichkeit
  • Emotionale Abhängigkeit: das eigene Wohlbefinden hängt vom Zustand der Mutter — später der Partnerin — ab
  • Frauen werden später idealisiert oder gefürchtet
Der gesellschaftliche Faktor Glover beschreibt zusätzlich einen kulturellen Nährboden: Generationen von Jungen, die von männlichen Vorbildern getrennt aufwuchsen, überwiegend von Frauen erzogen wurden, und in einem Klima groß wurden, das männliche Bedürfnisse und Präsenz als potenziell schädlich darstellte. Das Ergebnis war nicht weniger Männlichkeit — sondern eine Männlichkeit, die sich verstecken lernte.
Beziehungsdynamik

In der Partnerschaft wird das Muster sichtbar — und teuer.

Drei verdeckte Verträge tauchen in fast jeder Nice-Guy-Beziehung auf. Keiner wurde je ausgesprochen. Beide Seiten spüren trotzdem, dass etwas nicht stimmt.

01

Der Fürsorge-Vertrag

Er kümmert sich, löst Probleme, ist ständig verfügbar — in der stillen Erwartung, dass seine Partnerin dafür glücklich, dankbar und begehrend bleibt.

„Ich tue doch alles für dich — warum reicht das nicht?"
02

Der Harmonie-Vertrag

Er vermeidet jeden Streit, stimmt zu, auch wenn er anderer Meinung ist — und verliert dabei seine Position als gleichwertiger Partner.

„Ist doch egal, mach du, wie du willst."
03

Der Bestätigungs-Vertrag

Er sucht ständig Rückversicherung, ob alles gut ist zwischen ihnen — was seine Partnerin nicht als Nähe, sondern als Bedürftigkeit erlebt.

„Ist alles okay zwischen uns? Bist du sicher?"
Selbstwert, Selbstbewusstsein & Glaubenssätze

Die Grundüberzeugung ist immer dieselbe: „Ich bin nicht genug."

Jeder Glaubenssatz des Nice Guy ist eine Variante derselben Ursprungswunde. Tippe auf eine Kachel, um die gesunde Gegenüberzeugung zu sehen.

Glaubenssatz · Sichtbarkeit

„Wenn ich zeige, wer ich wirklich bin, werde ich verlassen."

Reframe

Echte Nähe entsteht erst, wenn ich sichtbar bin. Alles davor ist nur Performance.

Glaubenssatz · Eigene Bedürfnisse

„Meine Bedürfnisse sind eine Last für andere."

Reframe

Klare Bedürfnisse sind Orientierung — für mich und für den anderen. Sie sind kein Angriff.

Glaubenssatz · Verlustangst

„Wenn ich Konflikt riskiere, verliere ich die Beziehung."

Reframe

Eine Beziehung, die keinen Konflikt aushält, hält auch keine Wahrheit aus.

Glaubenssatz · Wertigkeit

„Ich muss verdienen, geliebt zu werden."

Reframe

Wert ist kein Leistungskonto. Er ist der Ausgangspunkt — nicht das Ergebnis.

Glaubenssatz · Emotionale Abhängigkeit

„Ohne sie falle ich innerlich auseinander."

Reframe

Meine Stabilität kommt aus mir selbst. Eine Partnerin ist Ergänzung — nicht Fundament.

Glaubenssatz · Polarität

„Wenn ich zu männlich auftrete, schreckt das ab."

Reframe

Klare männliche Präsenz erzeugt Anziehung. Weichheit ohne Rückgrat erzeugt nur Distanz.

TIPPEN ZUM UMDREHEN
Was darunter liegt

Acht Muster, die den Nice Guy von innen steuern.

People-Pleasing ist nur die Oberfläche. Darunter liegen acht miteinander verzahnte Muster, die zusammen die eigentliche Antriebsfeder bilden.

Verlustangst

Die Angst, verlassen oder abgelehnt zu werden, sobald du Ecken und Kanten zeigst. Sie treibt Anpassung, Konfliktvermeidung und das ständige Abtasten: „Ist noch alles gut zwischen uns?"

Minderwertigkeitsgefühle

Das tief sitzende Gefühl, im Kern nicht genug zu sein — unabhängig von Leistung oder Bestätigung von außen. Der Ursprung der ganzen Fassade, die der Nice Guy aufbaut.

Toxische Scham

Der Unterschied zwischen „ich habe einen Fehler gemacht" und „ich bin ein Fehler". Toxische Scham macht das eigene Sein zum Problem — und erzeugt den Zwang, es ständig zu verstecken.

Emotionale Abhängigkeit

Die eigene Stimmung, der eigene Wert hängt vollständig davon ab, wie die Partnerin oder andere reagieren. Ohne äußere Bestätigung fehlt der Boden unter den Füßen.

People-Pleasing

Die sichtbare Strategie des People-Pleasers, mit der die anderen vier Muster kompensiert werden: gefallen, anpassen, keine Ansprüche stellen — in der Hoffnung, dass Ablehnung, Scham und Verlust so ausbleiben.

Co-Abhängigkeit

Die eigene Identität verschwindet in der Sorge um einen anderen Menschen. Statt eigener Grenzen gibt es nur noch die Frage: „Was braucht sie gerade von mir?"

Kontrollzwang

Weil offene Konfrontation zu gefährlich erscheint, wird stattdessen versucht, Menschen und Ausgänge indirekt zu steuern — über Freundlichkeit, Fürsorge oder stille Erwartungen.

Perfektionismus

Die unbewusste Rechnung: Wenn ich keinen Fehler mache, gibt es auch keinen Grund, mich zu beschämen oder abzulehnen. Ein Schutzmechanismus, der nie zur Ruhe kommt.

Der Gegenpol

Gesunde Aggression, klare Grenzen, stabiler Selbstwert.

Die Lösung für den Nice Guy ist nicht, ins andere Extrem zu kippen und zum toxischen Alpha zu werden. Sie ist, seine gesunde Aggression — die Kraft, für sich selbst einzustehen — zurückzuerobern.

01 · KRAFT

Gesunde Aggression

Aggression ist nicht gleich Gewalt. Sie ist die Energie, die einen Raum einnimmt, „Nein" sagt und Position bezieht. Nice Guys haben gelernt, diese Kraft zu unterdrücken — und verwechseln sie deshalb mit etwas Gefährlichem, das kontrolliert werden muss.

02 · GRENZE

Grenzen setzen

Eine Grenze ist keine Drohung, sondern eine Information: „Bis hierher, nicht weiter." Wer keine Grenzen setzt, wird nicht mehr respektiert — er wird verwaltet. Klare Grenzen ohne Rechtfertigung sind der schnellste Weg zurück zum eigenen Selbstwert.

03 · WERT

Selbstwert stärken

Selbstwert ist kein Gefühl, das man abwartet — er ist eine Entscheidung, die täglich neu getroffen wird: durch Worte, durch Körperhaltung, durch das, was man sich selbst noch bietet und was nicht mehr.

Polarität & Anziehung

Warum Anziehung Unterschied braucht — nicht Gleichschritt.

Anziehung zwischen Mann und Frau lebt von einem klaren, spürbaren Unterschied — nicht von zwei Menschen, die sich immer mehr angleichen.

01 · RESONANZ

Resonanz beider Pole

Männliche und weibliche Energie sind keine Gegner, sondern Pole, die aufeinander reagieren — wie zwei Magnete. Je klarer der eine Pol steht, desto stärker die Resonanz. Verschwimmt er, verschwindet die Spannung, an der sich der andere Pol orientieren kann.

02 · ROLLEN

Die Rolle von Geschlechterrollen

Klassische Rollenbilder sind kein Gesetz, aber auch kein Zufall — sie beschreiben Tendenzen, die viele Paare in der Praxis bestätigen. Entscheidend ist nicht, starr in eine Rolle zu passen, sondern bewusst zu wählen, statt sie aus schlechtem Gewissen abzulehnen.

03 · HYPERGAMIE

Hypergamie und Verlangen

Frauen orientieren sich in der Anziehung oft an Männern, die erkennbar ihr eigenes Leben führen — nicht an Männern, die sich für Zustimmung aufgeben. Das ist keine Charakterschwäche, sondern eine biologische Tendenz. Für den Nice Guy heißt das: Lust entsteht nicht durch mehr Anpassung, sondern durch weniger.

04 · UNVERHANDELBAR

Anziehung ist nicht verhandelbar

Anziehung lässt sich nicht herbeireden, erbitten oder erklären — sie entsteht aus Polarität oder gar nicht. Wer versucht, sie durch Argumente, Beweise oder mehr Einsatz zu erzwingen, verstärkt genau das Muster, das sie zerstört.

05 · GRENZEN

Grenzen erhöhen Anziehung

Eine klare Grenze ist kein Risiko für die Verbindung, sondern ihre Voraussetzung. Jedes Mal, wenn ein Mann sich selbst zugunsten von Harmonie aufgibt, verliert er ein Stück von dem, was ihn ursprünglich anziehend gemacht hat.

06 · SCHRITTE

Was das praktisch bedeutet

Ein eigenes Leben mit eigenem Sinn außerhalb der Beziehung führen. Standards halten, auch wenn das Unbehagen auslöst. Zustimmung nicht mehr zur Voraussetzung für den nächsten Schritt machen. Präsenz zeigen, statt sie zu erklären.

Die paradoxe Wirkung: Polarität Ein Mann ohne eigene Position, ohne Grenzen, ohne Richtung erzeugt keine Spannung, an der sich seine Partnerin reiben und orientieren kann. Das Ergebnis ist kein Streitfall — es ist Langeweile. Anziehung entsteht durch Sicherheit in sich selbst, nicht durch permanente Verfügbarkeit.
Auswirkungen auf die Sexualität

Wo Nähe zur Prüfung wird, stirbt das Verlangen.

Nice Guys tragen ihr Beziehungsmuster mit ins Bett — mit direkten Folgen für Lust, Spontaneität und echte Verbindung.

Kernproblem: Performance-Sex

Sex wird zur Leistung statt zur Begegnung. Der Nice Guy will „alles richtig machen", seine Partnerin zufriedenstellen, keinen Fehler machen — und verliert dabei den Kontakt zu seinem eigenen Verlangen. Aus Sexualität wird eine Abarbeitung von Checklisten statt gelebte Präsenz. Genau das ist Performance-Sex: Sex, der bewerten und beweisen soll, statt zu verbinden.

Skripte aus Pornos & Filmen

Viele Männer lernen Sexualität nicht durch Erfahrung, sondern durch Bildschirme: Pornos zeigen Dauerleistung ohne Ablehnung, Filme zeigen romantisierte Perfektion. Beides sind Drehbücher, keine Realität — und beide verstärken beim Nice Guy genau die Angst, die er schon mitbringt: nicht genug zu sein, wenn er einfach nur echt ist.

Verlangen wird zu Bedürftigkeit

Wo offenes Begehren anziehend wirken dürfte, entsteht beim Nice Guy stattdessen ein Betteln um Zuwendung — das auf Partnerinnen abstoßend statt einladend wirkt.

Rückzug bei Ablehnung

Eine einzelne Zurückweisung wird als Bestätigung der Grundüberzeugung „nicht genug" gedeutet — er zieht sich zurück, statt in Kontakt zu bleiben.

Wie echte Verbindung gelingt

Verbindung entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Präsenz: durch einen Mann, der weiß, was er will, es aussprechen kann, mit Ablehnung umgehen kann — und dabei bei sich bleibt, statt bei der Bewertung der anderen.

Der Weg heraus

Sechs Übungen, um vom Nice Guy zum integrierten Mann zu werden.

Kein Muster verschwindet durch Einsicht allein. Es verändert sich durch wiederholtes, unbequemes Handeln. Beginne mit einer Übung — nicht mit allen sechs gleichzeitig.

01

Muster benennen

+
Schreibe eine Woche lang jede Situation auf, in der du etwas gesagt oder getan hast, um „gut anzukommen" — nicht, weil es deine echte Antwort war.
Übung: Führe ein einfaches Tagesprotokoll: Situation — was ich gesagt habe — was ich eigentlich dachte.
02

Einen sicheren Mann finden

+
Nice Guys verändern sich nicht in Isolation. Such dir einen Menschen — idealerweise einen anderen Mann — dem du deine Fehler, Ängste und Wünsche ungeschönt zeigen kannst.
Übung: Erzähle dieser Person diese Woche eine Sache, die du normalerweise verstecken würdest.
03

Ein kleines „Nein" üben

+
Sag diese Woche bewusst einmal Nein zu einer kleinen, harmlosen Bitte — ohne Erklärung, ohne Entschuldigung, ohne Rechtfertigung.
Übung: „Nein, das passt heute nicht." Punkt. Kein „aber vielleicht später".
04

Verdeckte Verträge aufdecken

+
Frage dich bei jedem Geben: „Was erwarte ich mir insgeheim dafür zurück?" Wenn du eine Erwartung findest — sprich sie offen aus, statt sie stillschweigend zu verfolgen.
Übung: Formuliere eine Erwartung, die du normalerweise verschweigst, laut gegenüber deiner Partnerin.
05

Konflikt bewusst suchen

+
Statt Meinungsverschiedenheiten zu glätten, bleib eine Runde länger im Gespräch, wenn du anderer Meinung bist. Übe, unangenehme Stille auszuhalten.
Übung: Beim nächsten Meinungsunterschied — nicht sofort nachgeben. Erst deine Position klar wiederholen.
06

Die Ursprungswunde ansehen

+
Geh zurück zur Quelle: Wo genau hast du als Junge gelernt, dass du dich verstellen musst, um sicher zu sein? Diese Arbeit lässt sich selten allein leisten.
Übung: Schreib die eine Szene aus deiner Kindheit auf, die dir als erstes einfällt, wenn du an „nicht gut genug" denkst. Bring sie in die Beratung.
Vertiefung & Quellen

Neun Bücher, die das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten.

Eine Auswahl an Fachliteratur zu Nice-Guy-Muster, Männerarbeit, Scham, Co-Abhängigkeit und Grenzen — für alle, die tiefer einsteigen wollen.

Nie mehr Mr. Nice Guy

Robert A. Glover

Der Ursprungstext zum Nice-Guy-Muster: Anpassung, verdeckte Erwartungen, Anerkennungssuche, sexuelle Frustration und fehlende Selbstführung.

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Eisenhans. Ein Buch über Männer

Robert Bly

Klassiker der Männerarbeit — relevant für Initiation, Vaterwunde und männliche Reifung: der Weg vom angepassten Jungen zum erwachsenen Mann.

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Männlichkeit leben

Bjørn Thorsten Leimbach

Die Stärkung des Maskulinen — stark für männliche Identität, Selbstführung, Beziehung, Sexualität und geerdete Maskulinität.

Auf Amazon ansehen →

Der Weg des wahren Mannes

David Deida

Wichtig für Polarität, Präsenz, sexuelle Spannung, Integrität und männliche Ausrichtung — als Impuls für Selbstführung, nicht als starres Rollenbild.

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Männerseelen

Björn Süfke

Sehr passend für männliche Gefühlsabwehr, Rückzug, Sprachlosigkeit und den schwierigen Zugang vieler Männer zur eigenen Innenwelt.

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Frauen brauchen Männer — und umgekehrt

Raphael M. Bonelli

Relevant für Geschlechterdynamik, Beziehung, Polarität und typische Liebesblockaden zwischen Männern und Frauen.

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Wenn Scham krank macht

John Bradshaw

Stark für toxische Scham, Selbstwertverletzung, innere Beschämung und das Gefühl: „Mit mir stimmt etwas nicht."

Auf Amazon ansehen →

Wege aus der Co-Abhängigkeit

Pia Mellody

Passend für emotionale Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit, fehlende Grenzen und Beziehung als Ersatz für innere Stabilität.

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Bis hierher und nicht weiter

Rolf Sellin

Gut für Grenzen, Nein-Sagen, Selbstachtung und klare Abgrenzung ohne Härte.

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Ergänzend: Wege aus der Abhängigkeit von Heinz-Peter Röhr — relevant für abhängige Beziehungsmuster, Selbstwertregulation über andere Menschen und den Weg in emotionale Eigenständigkeit. Auf Amazon ansehen →
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Grundlagen & Selbsttest 7 Dateien

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Das Vier-Körper-Säfte-Modell der Persönlichkeit
Das Vier-Körper-Säfte-Modell der Persönlichkeit Vier antike Temperamente, die bis heute dein Verhalten prägen.
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MBTI – Das 16-Persönlichkeiten-Modell
MBTI – Das 16-Persönlichkeiten-Modell 16 Persönlichkeitstypen verstehen, um dich und andere besser zu lesen.
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Das Persönlichkeitsmodell von persolog
Das Persönlichkeitsmodell von persolog Vier Grundtypen – dominant, initiativ, gewissenhaft, stetig – und ihre Kommunikation.
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Die Big Five der Persönlichkeit
Die Big Five der Persönlichkeit Die fünf wissenschaftlich anerkannten Dimensionen deiner Persönlichkeit.
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Maslows Bedürfnispyramide
Maslows Bedürfnispyramide Die fünf Ebenen menschlicher Bedürfnisse erkennen und für dich einordnen.
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Lebensrad des Mannes
Lebensrad des Mannes Acht Lebensbereiche bewerten und erkennen, wo Balance fehlt.
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Soziale Kompetenz nach Hinsch & Pfingsten
Soziale Kompetenz nach Hinsch & Pfingsten Selbstsicher, klar und verbunden in sozialen Situationen auftreten.
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Ursprung & Prägung 7 Dateien

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Bindungstrauma-Kreislauf
Bindungstrauma-Kreislauf Verlustangst und Bindungsangst – zwei Schutzstrategien, ein Kreislauf.
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Männliche Wunden
Männliche Wunden Die vier tiefen Wunden, die uns prägen – und der Weg zur Heilung.
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Der verletzte Mann
Der verletzte Mann Schmerz, Schutz, Maske, Einsamkeit – und der Weg zurück in Verbindung.
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Fight – Flight – Freeze – Fawn
Fight – Flight – Freeze – Fawn Deine vier automatischen Überlebensstrategien erkennen und verstehen.
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Der männliche Schatten
Der männliche Schatten Was du verdrängst, kontrolliert dich – erkennen, annehmen, integrieren.
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Inneres Kind vs. Reifer Erwachsener
Inneres Kind vs. Reifer Erwachsener Vom verletzten Reagieren zum bewussten Handeln finden.
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Bindungsstile
Bindungsstile Sicher, ängstlich, vermeidend, desorganisiert – warum Liebe allein nicht reicht.
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Beziehung & Bindung 23 Dateien

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Die vier Seiten einer Botschaft
Die vier Seiten einer Botschaft Wie eine Nachricht auf vier Ebenen gehört und gemeint werden kann.
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Konfliktstile nach Thomas-Kilmann
Konfliktstile nach Thomas-Kilmann Fünf Wege, mit Konflikten umzugehen – und wann welcher passt.
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Ehe-TÜV – Teste die Qualität eurer Ehe
Ehe-TÜV – Teste die Qualität eurer Ehe Zehn Dimensionen eurer Beziehung ehrlich bewerten und auswerten.
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Die 5:1-Ratio – Das Geheimnis starker Beziehungen
Die 5:1-Ratio – Das Geheimnis starker Beziehungen Fünf positive Interaktionen pro negativer – die Formel starker Bindung.
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Resignative Reife in Partnerschaften
Resignative Reife in Partnerschaften Den Partner annehmen, wie er ist – aus Klarheit, nicht Resignation.
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Der Eisberg der Kommunikation Worte sind nur die Spitze – das Wesentliche liegt darunter.
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Trigger → Schutz → Reaktion → Konflikt
Trigger → Schutz → Reaktion → Konflikt Wie ein kleiner Auslöser über alte Muster zum Streit wird.
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Die vier apokalyptischen Reiter nach Gottman
Die vier apokalyptischen Reiter nach Gottman Die vier Verhaltensweisen, die Beziehungen am stärksten zerstören.
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Der Teufelskreis der Paare (EFT) Verfolger und Distanzierter – wie der Kreislauf entsteht und endet.
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Das Beziehungskonto
Das Beziehungskonto Einzahlungen und Abhebungen – was ihr gemeinsam aufbaut oder verliert.
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Love Map nach Gottman Die innere Welt deines Partners kennen – ein Leben lang neu entdecken.
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Das Nähe-Distanz-Pendel Der Tanz zwischen Verbundenheit und Freiheit bewusst gestalten.
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Die drei Phasen der Liebe Verliebtheit, Ernüchterung, bewusste Liebe – und wie ihr durchkommt.
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Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun Jede Nachricht hat vier Seiten – nicht alles wird so gemeint.
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Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg Vier Schritte von Vorwürfen zu echter Verbindung.
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Polarität – Die Kraft gesunder Männlichkeit
Polarität – Die Kraft gesunder Männlichkeit Gegensätze ziehen sich an – in Balance entsteht echte Verbindung.
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GSK – Gewaltfreie Kommunikation (Vertiefung)
GSK – Gewaltfreie Kommunikation (Vertiefung) Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte – vertieft an einem Praxisbeispiel.
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Die 5 Sprachen der Liebe nach Gary Chapman Wie du und dein Partner Liebe unterschiedlich geben und empfangen.
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Das Sound House nach John Gottman Sieben Ebenen, auf denen eine stabile Beziehung aufgebaut wird.
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Nice Guy Zyklus Anpassen, überleisten, erwarten, enttäuscht sein – der Kreislauf erklärt.
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